Meditationsgruppe
Metta und vipâssana

Das "METTA-Sutta"

Worte des Buddha über Liebende-Güte:

24. „Was, Student, ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmà? Da verweilt ein Bhikkhu (Mönch, Edler), indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen erfüllt von Liebender Güte, durchdringt, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin, und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Herzen durchdringt, das von Liebender Güte erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermesslich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Herzensbefreiung durch Liebende Güte auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei  einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Herzensbefreiung durch Liebende Güte auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. Dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmà.“
25. „Wiederum, verweilt ein Bhikkhu (Mönch, Edler), indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen durchdringt, das erfüllt ist von Mitgefühl; (…)
26. „Wiederum verweilt ein Bhikkhu (Mönch, Edler), indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen durchdringt, das erfüllt ist von Mitfreude; (…)
27. „Wiederum verweilt ein Bhikkhu (Mönch, Edler), indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen durchdringt, das erfüllt ist von Gleichmut; ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin, und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Herzen durchdringt, das von Gleichmut erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermesslich, ohne  Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Herzensbefreiung durch Gleichmut auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Herzensbefreiung durch Gleichmut auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert.Auch dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmà.“
(Majjhima Nikaya 99, 24-28)

Das Metta Sutta
 (namo tassa bhagavato - arahato - sammasambuddhasa)

Dies soll tun,
wer das Gute tun und
Frieden erlangen möchte:

Aufrichtig sei er und gewissenhaft, freundlich, sanft und ohne Stolz. Genügsam sei er, er verlange nichts.
Von einen Pflichten nicht belastet und bedürfnislos.
Die Sinne still, klar der Verstand,
betrage er sich weder dreist noch gierig.
Nicht das Geringste tue er, 
das dem Verständigen missfiele.

Er wünscht: Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.Was für Wesen es auch sein,ob sie schwach sind oder stark, ob sie groß sind oder klein, sichtbar oder unsichtbar,
nah oder fern, geboren oder auch noch nicht geboren –
mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.

Kein Wesen soll ein and’res hintergeh’n;
kein Wesen ein anderes verachten;
kein Wesen wünsche einem anderen
aus Ärger oder feindlicher Gesinnung
je Kummer oder Leid!

So, wie eine Mutter ihr einzig Kind beschützt
mit ihrem Leben,
so sollen auch wir mit grenzenlosem Herzen
alle Lebewesen lieben und die ganze Welt;
unbegrenzt und gütig sei unser Gemüt.

Von Hass und Feindschaft unbefleckt,
nach oben, unten und nach allen Seiten.
Ob wir stehen oder gehen, sitzen oder liegen,
entfalten eifrig wir diese Gesinnung.
Dies nennt man das „erhabene Verweilen“.
Wer, befreit von Anhaftung und Dünkel,
tugendhaft und in tiefer Einsicht weilt ,
der wird, der Gier und sinnlichem Verlangen ledig,
nicht mehr in diese Welt geboren.

Worte des Erhabenen (Sutta-Nipato, I, 8 )